Homöopathie – Alternative Heilmethode

Homöopathie wird auch als sanfte Medizin bezeichnet. Sie wird nicht nur zur Behandlung bestimmter Krankheitssymptome eingesetzt, sondern kümmert sich um eine ganzheitliche Heilung von Körper und Geist. Dazu stehen über 2000 homöopathische Heilmittel aus Pflanzen, Mineralien und tierischen Produkten zur Verfügung.

Entdeckung der klassischen Homöopathie durch Samuel Hahnemann

Der 1755 in Meißen geborene Arzt Samuel Hahnemann gilt als Entdecker und Begründer der Homöopathie. Mithilfe von Arzneimittelstudien fand er heraus, dass Mittel, die bei einem Gesunden spezielle Symptome hervorrufen einen Kranken mit ebensolchen Symptomen heilen können. Die Grundlage war das Ähnlichkeitsprinzip.

Zahlreiche Mittel probierte Hahnemann zuerst im Selbstversuch und später an Kranken aus. Im „Organon der Heilkunst“ beschrieb Hahnemann alle Mittel, deren Anwendungsmöglichkeiten und Wirkungen genau. Es hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Ein weiteres Werk von Samuel Hahnemann ist die mehrbändige „Lehre von den Krankheiten“.

Die homöopathischen Mittel

Mit Homöopathie werden Schmerzen behandelt

Mit Homöopathie werden Schmerzen behandelt

Diese werden zu 70 Prozent aus oberirdischen und unterirdischen Pflanzenteilen gewonnen. Der Rest wird aus Teilen von Tieren, deren Sekreten, Metalle und Mineralien hergestellt. Die Mittel werden nicht im reinen Zustand verwendet. Viele von ihnen sind extrem giftig. Um diese Wirkung aufzuheben werden die Mittel in der Homöopathie potenziert. Dabei wird 1 ml Tropfen der Urtinktur mit einer bestimmten Menge flüssigem Arzneimittelträger verschüttelt oder verrieben. Bei einer D 4 Potenz wird zum Beispiel 1 ml Urtinktur mit 9 ml Alkohol vermischt. Dieser Vorgang wird vier Mal durchgeführt. Bei D 12 Potenzen wird der Vorgang 12 Mal durchgeführt. Paradoxerweise ist die Wirkung eines homöopathischen Mittels um so stärker, je mehr es verdünnt wurde.

Die Anamnese

Die Wirkungsweise der Homöopathie kann nicht mit der Wirkungsweise von Tabletten verglichen werden. So wirken Schmerztabletten bei Schmerzen. In der Homöopathie können Schmerzen mit unterschiedlichen Mitteln gemindert werden. Um das richtige Mittel zu finden müssen die Befindlichkeiten des Patienten durch den Homöopathen oder Heilpraktiker genau betrachtet werden.

Bei der Anamnese werden die körperlichen und seelischen Symptome sowie die Krankheitsvorgeschichte, familiäre Umstände und Krankheiten genau untersucht. Erst dann ist es möglich, für jeden Patienten ein individuelles Mittel der Homöopathie zu finden. Dieses kann sich im Behandlungsverlauf mehrmals ändern.

Der Patient hat während einer homöopathischen Behandlung die Aufgabe alle Veränderungen auf körperlicher und seelischer Ebene genau zu registrieren.

Wirkungsweise von ausgewählten homöopathischen Mitteln

  • Arnika
    Hilft gegen: Verletzungen, Beschleunigung der Wundheilung, Muskelkater
  • Belladonna
    Hilft gegen: fieberhafter Infekt, Schmerzen, Husten, Brandwunden
  • Camomilla
    Hilft gegen: fieberhafter Infekt, Mandelentzündung, Ohrenschmerzen, krampfartige Bauchschmerzen, Periodenschmerzen
  • Cocculus
    Hilft gegen: Jetlag, Reiseübelkeit, Nervosität, Folgen von Schlafmangel
  • Hamamelis (Zaubernuss)
    Hilft gegen: Krampfadern, Venenentzündung, Hämorrhoiden, Nasenbluten
  • Ignatia
    Hilft gegen: Kummer, Appetitlosigkeit, Regelschmerzen
  • Natrium Chloratum
    Hilft gegen: Schnupfen, Lippenherpes, Sonnenallergie
  • Okubaka
    Hilft gegen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit
  • Pulsatilla
    Hilft gegen: Wechseljahresbeschwerden
  • Rhus Toxidentron
    Hilft gegen: Prellungen, Zerrungen, Sportverletzungen, Rückenschmerzen

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