Heilende Drogen

Drogen sind im eigentlichen Sinne heilende Pflanzen, oder Pflanzenteile, die durch Trocknen konserviert wurden. Sie wurden schon seit Jahrhunderten von Urvölkern genutzt.

Woher stammt das Wort Droge?

Um 1600 wurde der französische Begriff drogue, der seinerseits wahrscheinlich aus dem niederländischen droog entstand, in das Mittelhochdeutsche übernommen. Ursprünglich bedeutete das Wort drogue „trockene Fässer“, bezeichnete also einen Behälter für trockene Waren. Übertragen wurde es dann aber auch auf den Inhalt der trockenen Fässer. Die sinngemäße Bedeutung von Drogen wandelte sich so zu „Gewürze“ oder „Arzneimittel“, also zu getrockneten Pflanzengütern.

Die negative Ausstrahlung von Drogen

Der an sich neutrale Sinngehalt hat sich leider im Laufe der Zeitverschoben und im derzeitigen Sprachgebrauch sind Drogen eher negativ behaftet. Die gleiche Bedeutung wie Droge hat das Wort Rauschgift. Die heutige Bedeutung ist durch staatliche und mediale Kampagnen geprägt, die die Eigenschaften von Drogen als durchweg schlecht darstellen.

Drogen werden heutzutage auch in der Medizin eingesetzt

Drogen werden heutzutage auch in der Medizin eingesetzt

Es wird vor allem vor den schädlichen Auswirkungen des Drogenkonsums gewarnt und aufgeklärt. Wenn man also heute von Drogen spricht, spricht man von berauschenden, das Bewusstsein und die Psyche verändernden Stoffen, die oft in die Abhängigkeit führen und deren Besitz oder Genuss durch den Staat untersagt ist.

Die positive Wirkung von Drogen

Früher war jedoch ebenfalls eine neutrale oder gar positive Bedeutung als Arzneidroge gebräuchlich. Die positive Bedeutung von Arzneidrogen in der Pharmazie und der Medizin wird jedoch oft nicht gesehen. Dabei werden Rohstoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, sog. Arzneidrogen, durchaus als Arzneimittel oder als Hilfsstoffe eingesetzt.

So wird z.B. die Hamamelis, auch Zaubernuss genannt, heute umfangreich als Heilpflanze angebaut. Aus ihr werden Arzneidrogen gewonnen, deren blutstillende und entzündungshemmende Wirkung in Medikamenten wie z.B. Salben, Cremes oder Tabletten eingesetzt wird. Opium ist ein hervorragendes Beispiel für die Doppel-bedeutung. Es dient sowohl als Ausgangsstoff von Morphin, das als starkes Schmerzmittel in der Medizin unverzichtbar ist, als auch als extrem suchtverursachende, illegale Droge.

Auch andere harte Drogen werden seit einigen Jahren vermehrt von Medizinern eingesetzt. Cannabis, Ecstasy, Heroin, Kokain und LSD werden z.B. im Kampf gegen AIDS, Krebs, Multiple Sklerose oder Alkoholismus eingesetzt. Und auch die Forschung ist auf die heilende Wirkung aufmerksam geworden. So untersucht man z.B. die guten Eigenschaften von Hanf und konnte einen entzündungshemmenden Wirkstoff extrahieren.

Obwohl Drogen heute vor allem negativ betrachtet werden, sollte man in einer aufgeklärten Gesellschaft auch ihre positiven Eigenschaften hervorheben.

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