Der Beruf des Heilpraktikers

Heilpraktiker dürfen, laut dem deutschen Heilpraktiker Gesetz, ohne eine ärztliche Approbation Heilkunde ausüben. Häufig werden Methoden aus der alternativen Medizin oder der Naturheilkunde zur Diagnose und Behandlung des Patienten angewendet. Verschreibungspflichtige Medikamente sowie Betäubungsmittel dürfen von Heilpraktikern nicht verordnet werden.

Inzwischen bilden sich auch Schulmediziner vermehrt im Bereich der Naturheilkunde fort oder arbeiten mit Heilpraktikern zusammen, um für ihre Patienten eine schnelle Genesung zu erreichen.

Das Tätigkeitsfeld der Heilpraktiker

Der Heilpraktiker sieht den Körper und die Seele des Menschen meist in einer Einheit. Tritt eine Krankheit auf, sieht der Naturheiler diese als „Fehler“ in diesem System. Um diese „Fehler“ zu beheben, unterstützt der Heilpraktiker mit Hilfe der Selbstheilungskräfte des Körpers die Gesundung. Oft werden dabei Verfahren aus dem Bereich der Naturheilkunde und der alternativen Medizin angewandt. Um den Körper wieder in geordnete Bahnen zu lenken, wenden Naturheiler beispielsweise Homöopathie oder Akupunktur an.

Der Werdegang eines Heilpraktikers

Auch wenn zur Ausübung des Berufsbilds Heilpraktiker keine Ausbildung vorgeschrieben ist, werden von vielen Privatschulen zweijährige Ausbildungen angeboten, in denen Kenntnisse vermittelt werden, die zur Ausübung des Heilpraktiker-Berufs notwendig sind. Diese Ausbildung ist aber keine Pflicht.

Auch ohne Ausbildung darf sich Heilpraktiker nennen, wer die vom Gesundheitsamt durchgeführte und vom Heilpraktikergesetz geforderte Prüfung besteht.
Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen aber dennoch gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, auch wenn eine offizielle Ausbildung keine Bedingung ist.

Der Heilpraktiker beschäftigt sich auch mit Homöopathie und Akupunktur.

Der Heilpraktiker beschäftigt sich auch mit Homöopathie und Akupunktur.

Der Prüfling muss zumindest einen Hauptschulabschluss vorweisen können und das 25. Lebensjahr vollendet haben. Das polizeiliche Führungszeugnis darf keine schwerwiegenden Einträge aufweisen. Außerdem sollten der angehende Naturheiler nicht unter gravierenden körperlichen Gebrechen leiden.

Um die Prüfung zu bestehen und als zugelassener Heilpraktiker arbeiten zu können, ist ein gewisses medizinisches Wissen notwendig. Weder in der Schriftlichen, noch in der mündlichen Prüfung sind Kenntnisse oder Praxiserfahrung im Bereich der Naturheilkunde von Bedeutung. In diesen Prüfungen zählen lediglich die grundlegenden Kenntnisse über den menschlichen Organismus sowie die möglichen Risiken und die Grenzen der naturheilkundlichen Behandlungen. Wird im Zuge dieser Prüfung festgestellt, dass der Prüfling „keine Gefahr für die Volksgesundheit“ darstellt, darf sich der Heilkundige offiziell „Heilpraktiker“ nennen.

Heilpflanzen bei der naturheilkundlichen Behandlung

Heilpflanzen werden als Grundlage vieler naturheilkundlicher Therapien eingesetzt. Diese kommen bei den meisten Heilpraktikern in ihrer ursprünglichen Form zum Einsatz, beispielsweise als Badezusatz, Wickel oder Teemischung.

So verwenden Heilpraktiker auch Hamamelis, welche auch unter dem Namen „Zaubernuss“ bekannt ist, als blutstillendes und entzündungshemmendes Mittel, das auch Juckreiz stillen und bei leichten Haut- und Schleimhautverletzungen helfen kann.

Vor allem die innerliche Verabreichung gegen Durchfall ist in der Naturmedizin weithin bekannt und geschätzt.

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