Hamamelis

Hamamelis, oder auch die Zaubernuss genannt, gehört zur Gattung der Zaubernussgewächse. Im Spätwinter, wenn die anderen Pflanzen noch ihren Winterschlaf machen, blüht sie auf. In den Monaten Januar und Februar öffnet die Hamamelis ihre gelben Blüten. In dieser Zeit blüht kaum eine andere Pflanze und deshalb fällt sie so sehr auf. Die Hamamelis kann bei bis zu -10 Grad im Freien gut überleben. Allerdings sollte sie trotzdem allem gut geschützt sein, wie zum Beispiel an einer Hauswand.

Wofür wird die Hamamelis genutzt

Wofür wird die Hamamelispflanze hauptsächlich eingesetzt? Hauptsächlich setzt man die Zaubernuss bei Hautentzündungen ein, sie wirkt beruhigend, entzündungshemmend und blutstillend. Vorwiegend setzt man sie zur äußerlichen Anwendung ein oder man kann zur innerlichen Anwendung Hamamelistee trinken. Gerade wenn man unter einer Schleimhautentzündung oder unter Durchfall leidet, kann die Hamamelispflanze heilend von innen wirken. Ob als Tee, Tinktur, Creme, Salbe oder als Badezusatz, Hamamelis ist wohltuend und kann vielseitig einsetzt werden.

Woher kommt die Hamamelispflanze

Die Hamamelis blüht auch zur Winterzeit

Die Hamamelis blüht auch zur Winterzeit

Ursprünglich kommt die Hamamelis aus Nordamerika und aus dem asiatischen Gebiet wie zum Beispiel China oder auch Japan. Schon lange gilt die Hamamelis unter den Ureinwohner Nordamerikas als Heilpflanze, dort wendet man noch heute die Rinde und die Blüten gegen Hautentzündungen und Durchfall an.

Selbst als Wünschelrute wurden gegabelte Zweige eingesetzt, um Wasseradern zu finden. Heute ist diese Heilpflanze in Europa nicht so bekannt und deshalb wird sie noch nicht sehr oft eingesetzt.

Wie pflanzt man die Hamamelispflanze am Besten an

Die Hamamelispflanze ist bestens geeignet für den Garten. Gerade zur Winterzeit lässt diese Heilpflanze jeden Garten wortwörtlich aufblühen. Am besten man kauft sich eine fertige kleine Hamamelispflanze, die man anpflanzen kann.

Wer allerdings viel Zeit und Geduld aufbringt, kann sich für die Aufzucht per Samen entscheiden, dies kann aber bis zu einem Jahr dauern. Ein gut befeuchteter und lockerer Sandboden lässt die Hamamelis langsam wachsen. Man sollte nur darauf achten, dass der Boden leicht säuerlich ist und nicht zu viel Kalk enthält.

Am liebsten ist die Pflanze an einem sonnigen bis halbschattigen Platz, da sie sehr stark winterfest ist, kann man sie auch in kälteren Regionen gut anpflanzen. Nach circa 6 Jahren blüht diese besondere Heilpflanze zum ersten Mal.

Wie wird Hamamelis in der Hömöopathie eingesetzt?

In der Homöopathie ist Hamamelis durch seine Wirkung auf das Blutgefäßsystem bekannt; vor allem auf das passive Blutgefäßsystem – das venöse System.

Bei Schwächen und Problemen im venösen System ist Hamamelis das homöopathische Mittel, das im therapeutischen Zusammenhang immer als Erstes genannt wird. Ob Krampfadern oder Hämorrhoiden, ob entzündete Venen oder geschwollene Beine, die zu Ödemen neigen – Hamamelis kann für Linderung sorgen.

Hamamelios wirkt besonder bei Frauen

Darüber hinaus geht die Homöopathie davon aus, dass Hamamelis einen starken Bezug zu den Organen Magen und Darm sowie den weiblichen Geschlechtsorganen (Gebärmutter/Eierstöcke) besitzt. Sollte ein Patient über Krämpfe und Stauungen in diesen Bereichen klagen, ist Hamamelis immer eine gute Wahl. Homöopathen verschreiben das Mittel deshalb auch bei Darmkrämpfen, Magenkrämpfen und bei unregelmäßiger, schmerzhafter Menstruation.

Blutende Wunden sprechen ebenfalls gut auf eine homöopathische Behandlung mit Hamamelis an: Dabei geht es vor allem um Blutungen, die schwer zu stoppen sind oder immer wieder auftreten, z. B. blutende Hämorrhoiden. Auch bei Blutungen nach Operationen kann sich ein Einsatz von Hamamelis günstig auswirken.

Die richtige Dosierung: Potenzen – Urtinktur – Salbe

Neben der Urtinktur sind vor allem die Potenzen D3, D4 und D6 in der Homöopathie gebräuchlich. Hamamelis wird häufig in sehr niedrigen Potenzen gegeben. Beliebt ist auch die Anwendung von Hamamelis in Form einer Salbe. Diese lässt sich besonders gut auf Hämorrhoiden, Hautentzündungen und Krampfadern einreiben. Immer wenn die Haut juckt und entzündet ist (gilt auch für Neurodermitis oder Psoriasis), kann Hamamelis helfen.

In seiner ursprünglichsten Form – als Auszug aus Blättern und Rinde – wurde das Mittel bereits von den nordamerikanischen Ureinwohnern zu medizinischen Zwecken und zur Behandlung von Wunden eingesetzt.

Das Umfeld: Was wirkt unterstützend?

Erfahrungsgemäß verbessert frische Luft die Beschwerden, die mit Hamamelis behandelt werden können. Bewegung und feucht-warme Luft wirkt sich dagegen weniger günstig aus; bzw. verschlechtert die Symptome sogar.

Wer von der Konstitution ein Hamamelis-Typ ist, kann dieses Mittel auch langfristig als Konstitutionsmittel – wie in der Homöopathie üblich – einsetzen. Sein persönliches Konstitutionsmittel erfährt der Patient nach einer ausführlichen Anamnese durch den behandelnden Homöopathen.

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